Monnem City Cubing 2017


www.cubecomp.de/mcc17/de

Es begann wie es immer beginnt, nämlich mit dem Anfang. Und am Anfang war die Idee:
Schon häufig hatten wir an zahlreichen Speedcubing-Wettbewerben in ganz Deutschland und zuletzt an der Weltmeisterschaft in Paris teilgenommen. Aber in Mannheim gab es noch keinen. Das Abitur war geschafft und was lag daher näher, als einen offiziellen Wettbewerb nach Mannheim zu holen und dann natürlich ins KFG!

Am 16. und 17. September war es endlich soweit: Herr Dr. Sauter und sieben weitere Lehrer waren begeistert dabei und so konnte in der Aula im KFG die erste Speedcubing Competition in Mannheim überhaupt stattfinden.
Knapp 100, meist junge Leute, traten gegeneinander an, um in möglichst kurzer Zeit einen Zauberwürfel (Rubik’s Cube) oder ähnliche Puzzle zu lösen.

Gekämpft wurde in 16 Disziplinen. Aber nicht nur das schnelle Lösen eines 2x2x2-Würfels bis hin zu einem 7x7x7-Würfel war angesagt, es ging auch darum, Würfel blind oder mehrere blind oder sogar mit den Füßen zu lösen. Außerdem gibt es in der Zwischenzeit viele andere Puzzles, die teilweise nicht mehr mit einem klassischen Rubik’s Cube (3x3x3) zu vergleichen sind. Nicht alle sind für Wettbewerbe zugelassen.


Die Welt-Zauberwürfel-Vereinigung WCA (www.worldcubeassociation.org) listet sogar 18 verschiedene offizielle Kategorien auf. Dort sind auch die Ergebnisse aller weltweiten Wettbewerbe zusammengestellt. Jeder Teilnehmer bekommt eine WCA-ID und mit den ersten Ergebnissen auch eine Position in der Weltrangliste, wobei zwischen nationaler, kontinentaler und weltweiter Platzierung unterschieden wird. Außerdem werden sowohl Einzelbestzeiten als auch Durchschnittswerte erfasst.

Zurück zum Wettbewerb: Jeder Teilnehmer bringt sein eigenes Puzzle zum Wettbewerb mit. Wenn er mit seiner Gruppe an der Reihe ist, dann gibt er dieses bei den sogenannten „Scramblern“ ab und setzt sich in den Wartebereich. Wenn die Scrambler das Puzzle nach vorgeschriebenem Muster verdreht haben, nimmt ein Schiedsrichter, ein sogenannter „Judge“, ein solches Puzzle und ruft den Teilnehmer aus dem Wartebereich auf. Sowohl Judges als auch Scrambler sind ebenfalls Teilnehmer, die aber in einer anderen Runde dran sind. Jeder Teilnehmer hat dann 5 Versuche, von denen der beste und der schlechteste nicht in den Durchschnitt zählen. Die Durchschnittswerte entscheiden auch darüber, wer in die nächste Runde kommt, falls es mehrere gibt.

Aus insgesamt 7 Nationen (Deutschland, Belgien, Schweiz, Frankreich, Russland, Türkei und USA) kamen die fast 100 Teilnehmer im Alter von 8 bis 50 Jahren, die meisten waren aber zwischen 12 und 25 Jahre alt. Ungefähr ein Sechstel der Teilnehmer waren Neulinge und vorher noch nie auf einem offiziellen Wettbewerb gewesen. Für einen der Delegates (offizieller Abgesandter der WCA), Sébastien Auroux, war es sogar der 169. Wettbewerb.

Mit einer Durchschnittszeit von 7,29s gewann Kevin Gerhardt beim ganz normalen 3x3x3. Kevin war sogar insgesamt auf sage und schreibe zehn Podien, also in zehn von 16 Disziplinen unter den besten drei Teilnehmern! Der jüngste auf einem Treppchen war Alwin Rölz aus der Schweiz – mit gerade einmal 12 Jahren. Er gewann sogar zwei Kategorien (Square-1 und Pyraminx).

Außerdem wurden 2 nationale Rekorde aufgestellt: Kevin Gerhardt erreichte den besten Durchschnitt mit einer Hand und Alwin Rölz den besten schweizer Durchschnitt mit dem Square-1 überhaupt.

Nochmals vielen herzlichen Dank an alle Lehrer, die in ihrer Freizeit die Aufsicht übernommen haben. Es hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht und vielleicht findet nächstes Jahr wieder ein Wettbewerb statt. Sehr gerne dürfen sie dann auch als Teilnehmer mitmachen ;-)



Christian König - K3