Hebräisch am KFG

als spät beginnende Fremdsprache

Fachbetreuerin: N. N.

Wieso wünscht man zu Silvester einen „Guten Rutsch“!? Oder bei einer Prüfung gar „Hals-und Beinbruch“- ist das nicht ein merkwürdiger Wunsch?

All dies kommt aus dem Hebräischen, genauso wie „Schlamassel“ oder „Schmiere stehen“ – Vieles aus der Religion und Kultur unserer jüdischen Mitbürger hat über Jahrhunderte in der deutschen Sprache Spuren hinterlassen,  und nicht nur in der Sprache...

Die Möglichkeit Hebräisch zu lernen bietet eine Gelegenheit, über die Hintergünde zur deutschen Kultur hinaus auch einen Eindruck vom Denken und der Dynamik des Orients zu bekommen. Die hebräische Sprache gibt Einblick  in ein Weltverständnis, das in seiner Bewegung und seinem spielerischen Ansatz einen völlig anderen Zugang zur Welt vermittelt als die eher analytisch ausgerichtete griechisch-lateinische Tradition, die uns im Abendland vorrangig bestimmt.

"Die Lernenden erkennen durch eine entsprechende Auswahl von Texten, wie der Gottesglaube in der Religion Israels und in der jüdischen Religion zum Ausdruck gebracht wurde, und lernen insbesondere Beispiele einer narrativen Theologie kennen. Sie verstehen, dass alle Lebensbereiche des hebräischen Menschen mit diesem Gottesglauben verknüpft sind, erkennen, wie die Fragen des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der Geschichte des Volkes Israel ihre charakteristischen Antworten gefunden haben und wie dieses Volk im Kontakt und in Auseinandersetzung mit anderen Völkern seine Eigenständigkeit ausgeprägt hat. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch eine Ethik kennen, die in diese Gottes- und Welterfahrung eingebettet ist und daraus eine entsprechende Werteordnung abgeleitet hat." (aus dem Bildungsplan 2016).

Der Hebräischunterricht führt in 3 Jahren zum Hebraicum:

In der Klassenstufe 10
bzw. dem Unterkurs des Kollegs
 

wird Hebräisch 2-stündig angeboten als Arbeitsgemeinschaft; bei dieser ersten Begegnung mit der Sprache liegt der Schwerpunkt auf dem Bezug zum heutigen gesprochenen Hebräisch, dem Ivrit.

In der Klassenstufe 11
bzw. dem Mittelkurs des Kollegs
 

wird Hebräisch 3-stündig angeboten als Kurs, der wie andere Kurse auch in die Abiturwertung eingebracht werden kann. Der Schwerpunkt in diesem Jahr liegt auf dem Lesen biblischer Texte.

In der Klassenstufe 12
bzw. dem Oberkurs des Kollegs
 

findet Hebräisch als 4-stündiger Kurs statt, in Vorbereitung auf die beiden verschiedenen Prüfungen des Hebraicums (entweder Präsentationsprüfung im Abitur, oder Ergänzungsprüfung). Wieder können  die Kurse dieses Jahres in die Abiturwertung eingebracht werden. Im dritten Jahr Hebräisch machen wir auch kleine Ausflüge in die jüdische theologische Literatur (z.B. Mischna, Talmud) und in zeitgenössische Texte.

Auch Schüler aus Klasse 9 haben sich schon für Hebräisch interessiert – diese Schüler können die Hebraicumsprüfung (im Falle einer Ergänzungsprüfung) dann bereits in Klasse 11 ablegen.