Geographie am KFG

Fachbetreuerin: Frau Martin

"300.000 Tote bei Erdbeben auf Haiti." (2010)
"Stuttgart 21 wird nun doch gebaut." (2010)
"Weltwirtschaftskrise trifft uns alle." (2009)
"Milchbauern boykottieren die großen Discounter." (2009)
"Steigender Fleischkonsum gefährdet das Weltklima." (2009)
"Steiff kehrt China den Rücken." (2008)
"Tsunami tötet tausende von Weihnachtsurlaubern." (2004)

Schlagzeilen, so oder so ähnlich aus der Tagespresse - doch was haben diese mit Geographie in der Schule zu tun?


Übersetzt bedeutet Geo graphia (gr.) Beschreibung der Erde.

Also als Schulfach doch nur langweiliges Auswendiglernen von Flüssen, Bergen, Städten, Ländern - Erdkunde wie es unsere Eltern kennen?

Schon lange hat sich die Geographie von diesem Image befreit. Vielmehr vermittelt sie moderne Kompetenzen für das Verständnis von Zusammenhängen natürlicher und menschlicher Aktivitäten, erklärt deren Auswirkungen auf den Raum, ermutigt zu kritischen Nachfragen bei sozialen und ökonomischen Prozessen, zeigt Probleme auf zwischen Mensch und Umwelt, erzieht zu analysierendem Denken, hilft Lösungsstrategien zu entwickeln und regt zu nachhaltigem Handeln in einer Welt an, die immer kleiner und enger vernetzt wird.

In ihrer Interdisziplinarität ist sie Teil des Fächerverbundes GWG (Gemeinschaftskunde - Wirtschaft - Geographie) und bleibt doch eigenständiges Fach von Klasse 5 bis zum Abitur.
Denn wer könnte besser erklären, warum der Fleischhunger der Deutschen die Produktion steigert, Arbeitsplätze in der Landwirtschaft schafft, die Preise zunächst steigen lässt - im Gegenzug aber die Böden, Gewässer und Wälder gefährdet, unerträgliche Massenproduktion fördert und letztlich das Klima mehr schädigt als der tägliche Pendlerverkehr, als der Geograph?