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Tag der Mathematik in Heidelberg 2018

Am Dienstag, den 27.02.2018, fand in der FakultĂ€t fĂŒr Mathematik und Informatik der UniversitĂ€t Heidelberg der „Tag der Mathematik“ statt.
Die Schulen durften ein Unterstufenteam (5.-7. Klasse) und ein Mittelstufenteam (8. & 9. Klasse), bestehend aus jeweils fĂŒnf SchĂŒlern, nach Heidelberg schicken. Wir fuhren um 8 Uhr am Mannheimer Hauptbahnhof los und kamen um ca. 8:40 Uhr an der UniversitĂ€t an. Nachdem wir unsere Teams angemeldet hatten, gingen wir in den Hörsaal der Chemie, wo wir von Dr. Denis Vogel und Prof. Dr. Markus Vogel begrĂŒĂŸt wurden.
Anschließend teilten wir uns auf, die UnterstĂŒfler blieben in diesem Hörsaal und die MittelstĂŒfler gingen in einen Hörsaal der PĂ€dagogischen Hochschule. Die Unterstufe hörte einen Vortrag ĂŒber platonische Körper und durfte die platonischen Körper mit Erbsen und Zahnstochern selbst bauen. Danach fand ein 65-minĂŒtiger Speed-Wettbewerb statt, bei dem die Teams möglichst viele von insgesamt sechzig Fragen richtig beantworten sollten. Zur gleichen Zeit hörte die Mittelstufe einen Vortrag ĂŒber Primzahlen und anschließend hatten auch sie einen Wettbewerb, bei dem die Teams sechs Aufgaben in 75 Minuten lösen sollten. Nachdem beide Wettbewerbe vorbei waren, trafen sich alle in der Uni-Mensa wieder und aßen zusammen Spaghetti Bolognese. Nach der Mittagspause teilten sich die Gruppen wieder auf. Die Unterstufe stellte fest, dass es gar nicht so einfach ist, dreidimensionale Körper mit nur einem einzigen DrahtstĂŒck und Klebeband nachzubauen.
Im Mathematikon gab es fĂŒr die Älteren einen Matheparcours, bei dem viele verschiedene Stationen aufgebaut waren, die von Studenten der Heidelberger Uni betreut wurden. Zum Beispiel gab es „das Sofa-Problem“ oder das „Königsberger BrĂŒckenproblem“. Die Lehrer hatten zur gleichen Zeit eine Diskussionsrunde im Neuenheimer Feld.
Zu guter Letzt versammelten sich alle um 14:30 Uhr zur Preisverleihung in dem Hörsaal, in dem auch die BegrĂŒĂŸung stattgefunden hatte. Das Unterstufenteam des KFG erreichte den 4. Platz von 27 teilnehmenden Schulen und es fehlte nur 1 Punkt zum 3. Platz. Das Mittelstufenteam belegte den 8. Platz von 26 Schulen. Hier fehlte nur 1⁄2 Punkt zum 4. Platz, da viele Teams die gleiche Punktzahl hatten.
Vielen Dank an unsere Lehrer, Frau Schwemlein und Herr Siebert, die uns nach Heidelberg begleitet haben!
Caroline Schmahl, 9d

SchĂŒlerbericht: Mathe mit Buffet

Es ist elf Uhr, der Hörsaal ist vollgestopft mit mathematikbegeisterten SchĂŒlern. WĂ€hrend eine Minderheit illegal Paprika und WĂŒrstchen in sich hineinstopft, ist die Mehrheit der Anwesenden damit beschĂ€ftigt, unterschiedlichste Aufgaben zu bearbeiten. So löst man in mathematischer Weise Probleme, die selbst in der Politik relevant sein könnten, zum Beispiel, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Frau Merkel an einem runden Tisch mit sechs anderen Politikern neben Herrn Seehofer sitzen muss – Mathematik fĂŒr den Alltag also. Abstrakter wird es bei Pi und Co., besonders, da Taschenrechner verboten sind. Es herrscht eine gewisse Anspannung im Saal, viele SchĂŒler fĂŒhren minutenlange GesprĂ€che mit den fleißigen Helfern, die Aufgaben erklĂ€ren sollen.

Um 11:15 Uhr geben schließlich die teilnehmenden Teams mit mehr oder weniger gutem GefĂŒhl ihre BlĂ€tter ab. Man strömt aus dem Hörsaal und stellt sich ins Foyer, wo es kostenlose Schokoladenriegel gibt. Diese werden von den SchĂŒlern in hohem Maße gegessen. Zudem zwackt sich der eine oder andere ein paar Riegel fĂŒr zu Hause ab. So gibt es SchĂŒler, die den Tag der Mathematik nicht nur mit neu gewonnenem Wissen ĂŒber Gleichungen dritten Grades und kleinste Quadrate in der Genetik, sondern auch mit ĂŒber 15 Riegeln verlassen. Die Mitarbeiter, die damit beauftragt sind, das Buffet zu "bewachen", schauen freundlich weg. Bis 13 Uhr haben die SchĂŒler die Chance, Minivorlesungen beizuwohnen, sich ĂŒber eigene Fehler im Wettbewerb zu Ă€rgern oder einfach nur hemmungslos den Bauch vollzuschlagen. Die Lesungen sind kurzweilig gestaltet, so kurzweilig, dass es in der SchĂŒlerschaft ernsthafte Diskussionen gibt, ob eine Uhr an der Wand nun richtig geht oder zu schnell ist – durch einen Abgleich mit anderen Uhren findet man schließlich heraus, dass die Wanduhr fĂŒr eine Minute nur 20 Sekunden braucht. Außerdem geben die Dozenten auch Laien die Möglichkeit, die Inhalte zu verstehen.

Zum Schluss steht noch eine Lesung ĂŒber Perkolation an. Perkolation ist das Studieren von Clustern aus zufĂ€llig markierten Knoten eines Netzes. Sie wird mithilfe des Paradoxons von Achilles und der Schildkröte erklĂ€rt. Obwohl der Dozent dazu neigt, an jeden Satz "dafĂŒr mĂŒsste man jetzt eigentlich Mathematik studiert haben" anzuschließen, haben die Zuhörer das GefĂŒhl, das Wesentliche verstanden zu haben. Geistig Abwesende werden schließlich von einem sommerlich-fröhlichen Lied geweckt, das zur Animation eines regenbogenfarbenen Clusters gespielt wird; fĂŒr Ästheten ist also auch gesorgt.

Darauf folgt die Siegerehrung. Hierbei dominiert das KFG – wer hĂ€tte es gedacht – alle Bereiche der Tabelle. Den Sieg gegen 28 andere Teams erringen Maximilian MĂŒller aus der 9C und Caroline Schmahl, Jan SĂŒtterlin und Luisa Walter, 9D, aus dem Team "Destiny". Ein anderes Team vom KFG fĂŒhrt das Mittelfeld mit einem stolzen zehnten Platz an, und auch der 28. Platz wird von einem KFG-Team besetzt. Alles in allem also ein Ă€ußerst gutes Ergebnis.

Die SchĂŒler machen sich – nachdem sie sich mit weiteren Schokoriegeln eingedeckt haben – auf den Heimweg. Nichtsdestotrotz bleiben noch hunderte Riegel ĂŒbrig, was das gute Management der UniversitĂ€t Mannheim noch einmal unterstreicht.

Vielen Dank an Frau Schwemlein, die uns die Teilnahme am Tag der Mathematik ermöglicht und uns dorthin begleitet hat!



Julian Schauber


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