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Mannheimer Opfer des Nationalsozialismus

Die Klasse 9c hat mit Frau Weigand eine Ausstellung zum Gedenken an Mannheimer Opfer des Nationalsozialismus vorbereitet, die am 16. Dezember eröffnet wird. Einen Eindruck davon mögen die folgenden Dokumente geben.

Edeltrude S. (1924 – 1944)

Edeltrude S. wurde 1924 in Mannheim geboren, 1939 erkrankte sie an Schizophrenie. Nach mehreren Aufenthalten in verschiedenen Landesheilanstalten wurde sie im November 1944 in die Anstalt Hadamar bei Limburg (Hessen) gebracht. Dort starb sie angeblich an Herzschwäche und Darmgrippe. Tatsächlich aber wurde sie mit überdosierten Medikamenten ermordet. Edeltrude S. wurde im Rahmen der so genannten NS- „Euthanasie“ getötet, da sie nach Auffassung der Nationalsozialisten als „lebensunwert“ und als „Ballastexistenz“ galt.

Thaddäus Brunke (1903 – 1942)

Thaddäus Brunke war als katholischer Priester in Mannheim tätig. 1940 wurde er wegen des Verdachts auf Widerstand gegen das NS- Regime verhaftet und in „Schutzhaft“ nach Breitenau bei Kassel gebracht. Am 16. Mai 1941 wurde er ohne Verfahren in das Konzentrationslager Dachau gebracht, wo er innerhalb kurzer Zeit aufgrund der unmenschlichen Bedingungen zu einem gebrechlichen Mann wurde. Zwei Schlaganfälle führten am 04. August 1942 zu seinem Tod in Dachau.

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