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Die Lange Nacht der Mathematik: 22./23. November 2013

Am Freitagnachmittag in der beginnenden Dämmerung herrscht ungewohnter Trubel im Schulhaus. Mit Decken, Rucksäcken und Fresskörben bepackte Gestalten stürmen das Schulhaus und werden von Frau Oettinger in die vorbereiteten Räume im ersten und zweiten Stockwerk dirigiert. „Die Kupfers“, die „Hirnlosen“, die „4????“, der „Club der toten Denker“ und weitere zwölf ebenso phantasievoll benannte Gruppen von zwei bis vier Schülerinnen und Schülern haben vor, sich eine ganze Nacht lang freiwillig mit Mathematik zu beschäftigen!

Unsere Schule nimmt bereits das vierte Mal an diesem Internetwettbewerb teil, der von mehreren Schulen in Schleswig-Holstein kostenlos ausgerichtet wird. Im Vorfeld werden die Gruppen, nach Klassenstufen getrennt, angemeldet. Während der Langen Nacht werden zwei Runden mit je zehn Aufgaben direkt über ein Lösungsschema am PC eingegeben und online ausgewertet. Die anschließende dritte Runde wird auf Papier bearbeitet und am frühen Samstagmorgen per Mail oder Fax abgeschickt.

Gespannt warten alle auf den Beginn um 18.00 Uhr, während Frau Mair und Frau Oettinger Hinweise zum Ablauf der Nacht geben: Zimmerverteilung, Essen, Schlafen, gemeinsames Frühstück sind organisiert. Unwägbarkeiten sind die Schnelligkeit des Zugriffs auf die Aufgabenstellung und das Ausdrucken der Aufgabenblätter in hinreichender Menge für alle 16 Gruppen. Nicht umsonst mahnt Frau Mair zu Geduld, es können nicht alle gleichzeitig die Aufgaben bekommen, aber es liegt ja auch noch die ganze Nacht vor uns – genug Zeit zum Arbeiten.

Wenn in einer Klassenstufe eine beliebige Gruppe die 10 Aufgaben der ersten Runde richtig gelöst hat, ist der Jubel groß, denn dann darf nach den Regeln des Wettbewerbs die ganze Stufe die zweite Runde in Angriff nehmen. Gleiches gilt am Ende der zweiten Runde. Alle Jahrgangsstufen meistern diese zwei Hürden im Laufe der Nacht. Am längsten knobeln die fünf Gruppen der Klassenstufe 7/8, denn hier haben sich offenbar Fehler in das Lösungsraster der Auswertung eingeschlichen, eindeutig korrekte Lösungen (auch die anwesenden Lehrer rechnen mit!) werden immer wieder als falsch zurückgewiesen. Einmal hilft intelligentes Raten, eine naheliegende, aber falsche Lösung anerkannt zu bekommen, ein anderes Mal wird nach zwei zähen Stunden mit wiederholten Nachfragen im Forum der Veranstalter die betreffende Aufgabe aus der Wertung genommen. Hurra!

Am Computer kehrt jetzt relative Ruhe ein, die gute Hälfte der Schüler hat eine Schlafpause eingelegt, einige Unermüdliche knobeln, zeichnen und rechnen in der dritten Runde weiter.

Um 7 Uhr morgens kommen die ersten Ergebnisse zum Scanner, acht der Gruppen sind in der dritten Runde mit der Bearbeitung weitgehend fertig, von den anderen schläft ein Teil, manche haben auch einfach in den wachen Gruppen mitgeholfen. Um 8.13 Uhr geht die letzte Mail nach Schleswig-Holstein, dann wird gefrühstückt, Kaba und frische Semmeln (Dank dem Vorbereitungstrupp!) stehen hoch im Kurs. Die Räume werden wieder unterrichtsfähig gemacht, dann fahren alle nach Hause, um den versäumten Schlaf nachzuholen.

Am Abend gibt es bereits Ergebnisse im Internet zu sehen, unsere „4????“ haben sogar den zweiten Platz belegt.

Völlig unabhängig von den Ergebnissen ist aber die Begeisterung am gemeinsamen Überlegen und Knobeln zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit und in einem besonderen Rahmen sicherlich das Wichtigste an dieser Veranstaltung. Deshalb sind wir sicher 2014 wieder dabei – bei der Langen Nacht der Mathematik!

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