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Die Anfänge (ab 1664)

1664 wurde es als reformiertes P√§dagogium (Lateinschule) von Kurf√ľrst Karl-Ludwig gegr√ľndet. 1720 gr√ľndete Kurf√ľrst Karl-Philipp das katholische Jesuiten-Gymnasium. Nach dem √úbergang der rechtsrheinischen Kurpfalz an Baden 1803 ordnete Gro√üherzog Karl Friedrich 1807 das Schulwesen in Mannheim neu und schloss die ehemals konfessionellen Gymnasien zum staatlichen "Gro√üherzoglichen Lyceum" zusammen, das im ehemaligen Jesuitenkolleg in A 4 zwischen Schloss und Jesuitenkirche untergebracht wurde. Der langj√§hrige Lyceumsdirektor Friedrich August N√ľ√ülin, ein in ganz Deutschland bekannter P√§dagoge, richtete im Anschluss an Wilhelm v. Humboldt die badischen Lyceen neuhumanistisch aus.

Das KFG im 19. Jahrhundert

Seit 1820 wurden am Lyceum j√ľdische Sch√ľler aufgenommen, die um 1880 fast ein Drittel der Sch√ľlerschaft stellten. Im Jahre 1872 wurden die badischen Lyceen nach preu√üischem Vorbild in Gymnasien umbenannt. Von 1896 bis 1899 wurde das heutige Schulhaus - damals noch vor der Stadt- erbaut. 1902 begann das "Gro√üherzogliche Gymnasium" als erste Schule in Mannheim mit der Koedukation: 7 M√§dchen wurden in die Sexta aufgenommen. 1907 erhielt das Gymnasium in Erinnerung an den ersten badischen Gro√üherzog Karl Friedrich seinen heutigen Namen "Karl-Friedrich-Gymnasium".

Das KFG im 20. Jahrhundert

Im zweiten Weltkrieg wurden 1943 die Unter- und Mittelstufe evakuiert, das Schulhaus zu 60% zerst√∂rt und der Schulbetrieb im M√§rz 1945 eingestellt. Im Dezember 1945 nahm das KFG als erste h√∂here Schule den Unterricht im halb-ausgebrannten Schulhaus wieder auf. Dieses wurde 1950 wieder hergestellt und 1961/62 gro√üz√ľgig modernisiert, wobei im obersten Stockwerk naturwissenschaftliche Fach- und Praktikumsr√§ume eingerichtet wurden. 1972 feierte das KFG sein 300-j√§hriges Bestehen, wobei der ehemalige Sch√ľler und sp√§tere Astrophysiker Professor Dr. Heinz Haber die Festansprache hielt. 1984 wurde neben dem altsprachlichen der neusprachliche NI-Zug eingerichtet. Seit dem Schuljahr 1996/97 gibt es das naturwissenschaftliche Profil, seit dem Schuljahr 1998/99 den achtj√§hrigen Zug.

Das KFG im 21. Jahrhundert

Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist das Karl-Friedrich-Gymnasium ein Europäisches Gymnasium mit Spanisch als spät beginnender, wahlweise möglicher vierter Fremdsprache.
Mit der verbindlichen landesweiten Einf√ľhrung des achtj√§hrigen Gymnasiums 2004 entfiel zun√§chst die M√∂glichkeit des neunj√§hrigen Abiturzuges, doch kann unsere Schule diesen seit 2013 wieder anbieten, da unser Konzept f√ľr einen neunj√§hrigen Zug, der besonders in der Mittelstufe mehr Zeit f√ľr die Vertiefung der Allgemeinbildung vorsieht, vom Land gebilligt wurde.
In den Jahren 2009 bis 2016 erfolgte eine Generalsanierung von Schulgebäude und Schulhof.

J√ľdische Sch√ľlers des Karl-Friedrich-Gymnasiums von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Dritten Reich

Der Seminarkurs 2012-13 unter der Leitung von Herrn von Offenberg und Dr. Kreutz hat die Schicksale j√ľdischer Sch√ľler des KFG verfolgt und dokumentiert. Die beeindruckenden Ergebnisse finden Sie hier.

Zeittafel

1664 Gr√ľndung des reformierten P√§dagogiums - der ersten Lateinschule Mannheims- durch den Kurf√ľrsten Karl Ludwig
1700 Neugr√ľndung des P√§dagogiums nach der Zerst√∂rung der Stadt im Orleanschen Erbfolgekrieg
1711 Gr√ľndung des lutherischen Gymnasiums durch die lutherische Kirchengemeinde
1720 Gr√ľndung des Jesuitengymnasiums durch den Kurf√ľrsten Karl Philipp
1730-1734 Bau des Kolleggeb√§udes zwischen westlichem Schlossfl√ľgel und Jesuitenkirche
1738 Bau des Geb√§udes f√ľr das Jesuitengymnasium in der "Kalten Gass" im Anschluss an das Chor der Jesuitenkirche
1750 Gr√ľndung der Unterst√ľtzungskasse f√ľr bed√ľrftige Sch√ľler Cassa Pia am Jesuitengymnasium; die Cassa Pia bestand als Lernmittelb√ľcherei bis nach dem 2. Weltkrieg
1795 Beginnender R√ľckgang der drei Gymnasien durch die Revolutionswirren
1803 Aufl√∂sung der Kurpfalz - √ľbergang Mannheims an Baden
1807 10.11.1807: Errichtung des "Vereinigten Großherzoglichen Lyceums" aus den drei konfessionellen Gymnasien durch den Großherzog Karl Friedrich von Baden
1872 Umbenennung des Lyceums in "Großherzogliches Gymnasium" und umgekehrte Zählung der Klassen Sexta bis Prima (VI-I)
1896-1899 Neubau des jetzigen Schulhauses
1902 Beginn der Koedukation durch die Aufnahme von sieben Mädchen in die Sexten
1907 31.07.1907: Anl√§sslich des hundertj√§hrigen Jubil√§ums der Neugr√ľndung erhielt das Gymnasium den Namen "Gro√üherzogliches Karl Friedrich Gymnasium"
1943 Evakuierung der Unterklassen nach Herrenwies und Buchheim
1945 12.12.1945: Wiederbeginn der zu 75% zerstörten Schule
1950 Abschluss des Wiederaufbaus der Schule in ihrer alten Gestalt
1962-1963 Grundlegende Modernisierung und Aufstockung des Schulgebäudes
1974-1975 Beteiligung an den landesweiten Schulversuchen zur Erprobung der reformierten Oberstufe
1978 Allgemeine Einf√ľhrung der NGO (neuen gymnasialen Oberstufe)
1984 Einf√ľhrung des NI-Zuges am Karl Friedrich Gymnasium
1996 Einf√ľhrung des naturwissenschaftlichen Profils
1998 Einf√ľhrung des achtj√§hrigen Zugs
2003 Einf√ľhrung des Europ√§ischen-humanistischen Gymnasiums mit Spanisch als 4. Wahlpflichtsprache
2006 Einf√ľhrung eines eigenen Modells der F√∂rderung besonders bef√§higter Sch√ľlerinnen und Sch√ľler
2007 Jubiläumsjahr zur 200 Jahrfeier des Vereinigten Großherzoglichen Lyceums
2006/07 Neue Praktikumsausstattung in Raum 304 und 309 f√ľr die Einf√ľhrung des neuen Faches Naturwissenschaft und Technik (NWT)
2009-2016 Generalsanierung von Schulgebäude und Schulhof
2013 Wiedereinf√ľhrung des neunj√§hrigen Zugs neben dem achtj√§hrigen