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Das Sommerkonzert 2025

Ein Bericht aus der Unterstufe

Am 04.06.2025 und 05.06.2025 fand in der Aula des KFGs das Sommerkonzert statt, welches gleichzeitig Herrn Groß’ letztes Konzert war, da er Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand geht. Die Sänger und die Orchestermusiker – darunter auch viele ehemalige Schüler des KFGs, die sich noch einmal von Herrn Groß verabschieden wollten – verzauberten das Publikum mit ihrer harten Arbeit und ihrem Talent. Zu bestaunen gab es das Unterstufenorchester, das große Orchester, den Unterstufenchor, die Big-Band, den großen Chor und (am Mittwoch) den Lehrerchor. Natürlich gab es auch Essen, witzige Kostüme, Wiedersehensfreude, Abschiedstränen, Feierstimmung, …. Aber von vorne:

Als erstes trat das Unterstufenorchester unter der Leitung von Michael Schreiner-Beck mit den Liedern „Hall of the Mountain King“ und „Great Movie Adventures (Star Wars -Jurasssic park – E.T)“ auf. Die jungen Musiker aus der 5. bis 7. Klasse zeigten inspirierend, wie viel man schon kann, auch wenn man ein Instrument noch nicht so lange spielt.

Danach folgte das große Ochester geleitet von Dominik Therre mit „Konzert Für die Harfe B-Dur“, „Erinnerungen an den Zirkus Renz“, „Herr der Ringe“ (am Mittwoch sogar mit Elbenohren) und „Tico Tico“. Besonders beeindruckend waren die Soli von Aluna Bustos, die die Harfe gespielt hat, und Christian Gathmann, der das Xylophon gespielt hat.

Nach einer kleine Pause folgte der Unterstufenchor (Leiterin: Veronika Zgela) mit den Songs „Wenn ich erst groß bin“ , „The Lion Sleeps Tonigt“ und dem Lied, das uns Reportern einen richtigen Ohrwurm verpasste: „A Spoon full of Sugar“. Leider war es auch Frau Zgelas letztes Konzert – also ein doppelter
Abschied.

Aber natürlich durfte die Big-Band nicht fehlen! Mit den Liedern „I wish" (Sängerin: Sara Luna) ,“Cantina Band“ ; „The lady is a tramp“und „Count Bubba“ verzauberten sie das Puplikum.

Am Ende tratt das großes Chor auf mit den Liedern „Theme from New York, New York“, „Shallow" (Sänger: Henrik Siegelmann K1, Veronica Felice K2, und Julia Karl (Mittwoch,04.06.25), „ I’m still standing" , „Music“ und als letztes „ Let me entertain You“.

So ging eins der emotionalsten und wehmütigsten Sommerkonzerte am KFG vorbei und es bleibt nur noch eins zu sagen: Danke - natürlich auch an die Technik-AG! 

Text: Melina (6a) und Dilara (7c)

Klang der Gemeinsamkeit: Das Sommerkonzert als Brücke zwischen Generationen, Kulturen und Emotionen

... und aus der Oberstufe

Das Sommerkonzert, welches am 04. und 05.06.25 stattfand, war ein Ausdruck musikalischer Vielfalt und menschlicher Gemeinsamkeit.
Wenn ein warmer Sommerabend von den Klängen von Jazz, Big Band und gefühlvollen Soli durchzogen ist, dann entsteht mehr als nur Musik – es entsteht ein Moment der Gemeinsamkeit, ein Raum der Begegnung, in dem Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern.
Das Sommerkonzert, wie ich es erleben durfte, war kein gewöhnliches Schulereignis. Es war eine musikalische Reise durch Stile, Epochen und Emotionen – und zugleich ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Musik zu einem kraftvollen Werkzeug für kulturelles Verständnis und soziale Verbundenheit werden kann.
Was dieses Konzert besonders machte, war seine musikalische Bandbreite: Vom swingenden Jazz der Schul-Big-Band über Moderne bis hin zu zeitgenössischen Arrangements – jeder Klang war wie ein Pinselstrich auf einer großen Leinwand menschlicher Gefühle.
Das Konzert begann mit einer modernen inspirierten Ouvertüre, gespielt von dem Unterstufenorchester. Es war ein ruhiger, fast feierlicher Einstieg, der sofort spüren ließ: Hier geht es nicht um Unterhaltung allein, sondern um Begegnung. Die Musik schuf einen Raum, in dem sich jeder willkommen fühlte – unabhängig von Alter, Herkunft oder Erfahrung.
Später am Abend erklang die Schul-Big Band das musikalische Zepter. Mit mitreißenden Rhythmen, kraftvollen Bläsersätzen und swingenden Improvisationen holten sie das Publikum aus der nachdenklichen Stille und warfen es mitten hinein ins pulsierende Leben. Jazz ist mehr als eine Musikrichtung – er ist Freiheit, Dialog, Spontanität. In diesen Momenten wurde spürbar: Musik ist Sprache – auch dort, wo Worte versagen.
Zwischen diesen Polen – der strukturierten Klassik und dem lebendigen Jazz – entstanden viele musikalische Farben. Es gab Chorstücke, mal getragen und ernst, mal verspielt und heiter. Kurz darauf übernahm eine moderne, fast theatralische Komposition für Klavier, Cello und dem Xylophon, die die Zuhörenden durch eine Klanglandschaft aus Dissonanz, Hoffnung und innerer Spannung führte. Dieses Stück erinnerte daran, dass Musik nicht nur Schönklang ist – sie kann auch
Spiegel sein, Wunde und Heilung zugleich. Besonders eindrucksvoll waren die verschiedenen Solist*innen, die mit ihrer Musik nicht nur ihr Talent, sondern auch ihre Persönlichkeit zeigten. Da waren ein junger Harfenspieler, Sänger und Co., dessen Stücke das Publikum gleichermaßen zum Lachen und Staunen brachte. Ein musikalischer Wirbelwind, ein Stück jugendlicher Freiheit in Noten gegossen. Es waren Momente, in denen man nicht mehr fragt, wer woher kommt, sondern einfach nur spürt: Wir gehören zusammen. Die Musik als gelebte Menschlichkeit war die Authentizität dieses Abends. Es war keine perfekt inszenierte Gala – es war ehrlich, lebendig und manchmal auch ein wenig ungeschliffen. Doch genau das war es, was das Konzert so menschlich machte. Die Wechsel der Emotionen, vom heiteren Jazzstück bis zur melancholischen Klaverballade, führten das Publikum durch eine innere Reise. Jung und Alt, lachend oder gerührt – wir waren nicht
nur Zuhörende, wir wurden Teil der Musik.
Besonders schön war, wie vielfältig die Generationen vertreten waren – Eltern, Großeltern, kleine Geschwister, ehemalige Schüler*innen, Lehrer*nnen, Nachbar*innen. Es war ein Ort, an dem Begegnung stattfand – nicht über das Gespräch, sondern über die gemeinsame Erfahrung von Musik. Vielleicht hätte man noch stärker musikalische Kulturen einbinden können. Es wäre berührender gewesen, noch mehr Instrumente und Melodien aus anderen Teilen der Welt zu hören: ein Oud, ein indisches Harmonium, afrikanische Trommeln. Auch hätte ich mir gewünscht, dass das Publikum aktiver einbezogen worden wäre – vielleicht durch Mitsingen oder ein gemeinsames Lied am Schluss. Denn so sehr Musik auch auf der Bühne
wirkt: Sie lebt in den Menschen – und wird stärker, wenn sie geteilt wird. So nehme ich aus diesem Abend mit, dass Musik eine Sprache der Versöhnung ist. Eine, die Generationen verbindet, kulturelle Grenzen überwindet und uns an das erinnert, was wir im Alltag so leicht vergessen: Wir alle fühlen. Wir alle sehnen uns. Wir alle gehören.
Musik macht sichtbar, was uns verbindet – auch wenn unsere Geschichten unterschiedlich sind. An diesem Abend war das Publikum kein bunt zusammengewürfelter Haufen Einzelner – es war eine Gemeinschaft. Und das ist vielleicht das größte Geschenk, das dieses Konzert gemacht hat. In einer Zeit, in der Spaltung oft lauter ist als Einigkeit, hat dieses Konzert gezeigt, dass es auch anders geht:
Ein Abend voller Töne – und voller Menschlichkeit.

Dilara Altun, K2