Diskriminierung mitten in Deutschland?!
FEMIZIDE
„Ein Femizid wird in der Regel so definiert, dass eine Frau deswegen getötet wird, weil sie eine Frau ist“, sagt Prof. Dr. Jörg Kinzig, Kriminologe und Strafrechtswissenschaftler an der Universität Tübingen. Meistens sind die Täter die (Ex-)Partner der Opfer, und häufig handeln sie aus Eifersucht – und zwar in allen Bevölkerungsschichten. Dass es sich hierbei um Hassverbrechen handelt, wird von vielen nicht ernst genommen. Und leider sind es keine Einzelfälle: Im Jahr 2023 gab es laut Bundeskriminalamt 360 solcher Tötungen an Frauen von deren Partnern oder Ex-Partnern – bei 939 Tötungsversuchen. Das heißt, durchschnittlich findet jeden Tag in Deutschland ein Femizid statt!
Diese alarmierenden Fakten stellte Prof. Dr. Jörg Kinzig am 16.04. in einem Vortrag am KFG vor – seiner ehemaligen Schule (Abiturjahrgang 1982).
Organisiert wurde die Veranstaltung dankenswerterweise vom Altherrenverband des KFG.
Weitere Informationen zu Prof. Dr. Jörg Kinzig und seiner Arbeit über Femizide finden Interessierte u.a. beim Mannheimer Morgen: www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-frauenleiche-in-mannheim-femizide-kommen-in-allen-bevoelkerungsschichten-vor-_arid,2366830.html
Text: Ella Mühlsteph (6c)
Bild: Anesa Idrizi (11a)