Katastrophenschutztag 2026 am KFG Mannheim
Beim diesjährigen Katastrophenschutztag am 18. März 2026 unternahmen alle drei 6. Klassen eine Exkursion nach Ludwigshafen Oppau. In diesem Jahr standen der regionale Katastrophenschutz und die Hochwassersituation im Rhein-Neckar-Raum im Mittelpunkt. Dabei ging es um die Frage, welche Ursachen und Auswirkungen regionale Hochwasserkatastrophen aktuell sowie historisch haben und wie dementsprechend heute Handlungsperspektiven im Katastrophenschutz umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erforschten in der Ausstellung „Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasserkatastrophe“ Hochwasserszenarien und lernten in drei Workshops des Technischen Hilfswerkes (THW Rheinland-Pfalz) konkrete Maßnahmen des aktuellen Hochwasserschutzes kennen. So gewannen sie Einblicke in professionelle Abläufe bei einem zukünftigen Katastrophenfall.
Vielen Dank an die Kooperationspartner Frau Dr. Regina Heilmann, Leiterin der Stadtmuseen Ludwigshafen, Frau Lena Simon, Umwelthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung, Herrn Ralf Schölles, stellvertretender Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks Ludwigshafen und Technischer Berater für Hochwasserschutz, und seinen THW-Kollegen Herrn Camilotti sowie an Frau Bletzer, Herrn Elms, Frau Roth, Frau Sommer und Frau Windörfer für das Begleiten der Klassen.
Leitung und Fotos: Margarita Lucia Kick
In der Ausstellung haben wir gesehen, wie Johann Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert den Rhein begradigt hat. Also, dass viele Kurven und Seitenarme des Rheins abgeschnitten wurden. Dadurch wurde der Fluss kürzer und die Schiffe konnten schneller fahren. Außerdem sind viele Sümpfe dadurch verschwunden, was gut war, weil es damals Krankheiten wie Malaria gab. Allerdings sind seit der Rheinbegradigung Menschen, die am Rhein wohnen, von Hochwassern bedroht. Früher und heute schützen Deiche davor. Aktuell helfen zusätzlich Katastrophenschutzorganisationen mit moderner Technik, Computer-Modellen und Warn-Apps.
Ante, Johnny 6a
Die Hochwasserkatastrophe an Neujahr 1883 in Ludwigshafen-Oppau am Rhein ist auf alten Fotos gut
dokumentiert. Es war Winter und das Wasser teilweise vereist. Besonders spannend war der Bericht eines 11-
jährigen Mädchens. Sie musste in der Nacht an ihre Familie die Nachricht überbringen, dass die Deichwachen gesagt hatten, der Deich werde noch diese Nacht brechen. Danach mussten die Menschen noch in der Dunkelheit schnell ohne Hilfe vor dem Wasser fliehen – manchmal auch mit ihrem Vieh. Wir fanden das aber auch traurig, weil man merkt, wie plötzlich und schlimm eine Hochwasserkatastrophe sein kann.
Sophie, Franziska, Sophia 6a
Am Rhein leben und lebten immer schon viele Menschen, weil dort guter Ackerbau möglich ist und der Fluss als Verkehrsweg genutzt wird. Im weichen Schlamm und Sand am Rheinufer wurden viele Schätze gefunden, wie ein riesiges Mammutbein, alte Schwerter und Lanzenspitzen sowie römische Gefäße und Schmuck.
Lenny 6c
Hochwasser am Rhein kann durch starken Regen und eine Schneeschmelze entstehen. Es wird aber noch schlimmer, wenn Wälder zerstört werden, weil Wälder viel Wasser im Boden speichern. Auch Straßen, bebaute Flächen in den Städten, die Kanalisation und die Landwirtschaft bewirken, dass das Wasser immer schneller in den Fluss fließt. Besonders gefährlich ist Hochwasser dort, wo zwei Flüsse zusammenfließen, zum Beispiel hier bei uns in Mannheim und Ludwigshafen. Hier treffen der Rhein und der Neckar aufeinander und das Hochwasser staut sich auf und kann so noch höher steigen.
Lara, Lena 6c
Für den Hochwasserschutz sind die Rheinauen besonders wichtig, denn bei Hochwasser kann sich das Wasser dort ausbreiten und wird aufgefangen und verlangsamt. So helfen die Auen, Hochwasserschäden zu verringern. Außerdem sind die Rheinauen ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Vögel, Fische und Insekten, denen das Leben dort am Wasser gefällt.
Alexarda, Melike, Ecem 6b
Das THW hat uns gezeigt, wie bei Hochwasser viele Menschen zusammen einen Damm bauen können. Ein Hochwasserdamm wird meist aus Sandsäcken gebaut. Diese dürfen nicht zu voll gefüllt sein, damit im Damm keine Lücken entstehen, durch die das Wasser fließen könnte. Wenn man die Sandsäcke, jeder einzelne ist etwa 12 kg schwer, über längere Strecken mit einer Menschenkette transportiert, stellen sich alle in Zickzack-Ketten gegenüber auf. So hat man durch den Schwung zur gegenüberstehenden Person länger Kraft. Das haben wir ausprobiert, und es hat funktioniert.
Fabio, Emilian, Vitus 6a
Das THW setzt bei Hochwasser auch Wasserpumpen ein. Diese können pro Minute etwa 4,4 Badewannen voll Wasser wegpumpen. Beim Anschließen der Pumpe an den Schlauch muss man darauf achten, dass der Schlauch nicht verknotet ist, die Kupplungen fest sitzen und sich nicht lösen und die Pumpe gut gesichert ist. Das haben wir auch selbst gemacht und ausprobiert.
Daniel, Yenal 6a
Wir haben uns die Ausrüstung vom THW angeschaut, dazu gehören auch Helm und Handschuhe. Auf den THW-Jacken sind verschiedene Abzeichen drauf, die unterschiedliche Bedeutungen haben. Das THW-Abzeichen steht für das Technische Hilfswerk. Die deutsche Flagge zeigt das Herkunftsland. Das orange Dreieck bedeutet Zivilschutzorganisation und dass diese in Kriegssituationen geschützt sind. Außerdem kennen wir die Warntöne und was alles in einen Notfallrucksack gehört, zum Beispiel Wasser, haltbare Lebensmittel, Handy, Taschenlampe, wichtige Dokumente, Medikamente und eine Decke.
Garcia, Yali, Sofia, Rukiye 6b